Analytical Reviews

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Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 22. Juni? Einfache Tipps und Trade-Analyse für Einsteiger
23:38 2026-06-21 UTC--4

Analyse des Freitags-Handels:

1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD erholte sich am Freitag im Verlauf des Handels leicht, doch die Aufwertung der europäischen Gemeinschaftswährung lässt keine größeren Erwartungen zu. Leider erlitt der Euro in der vergangenen Woche einen weiteren Rückschlag. Obwohl auf den höheren Zeitrahmen weiterhin ein Aufwärtstrend zu erkennen ist, gelingt es dem Euro auf dem Stundenchart nicht, einen neuen Trend auszubilden. In der vergangenen Woche nahm die Federal Reserve eine deutlich „falconhaftere“ Haltung ein, als der Markt erwartet hatte, was zu einem kräftigen Anstieg des Dollars führte. In der Woche zuvor hatte der Markt die Zinserhöhung der European Central Bank praktisch ignoriert. Das Abkommen zwischen Iran und den U.S. setzte den Dollar nicht unter Druck; dagegen wirkten ein weiterer Bruch der Waffenruhe im Nahen Osten, die damit einhergehende mögliche Störung der Verhandlungen sowie die erneute Eskalationsgefahr erneut zugunsten der amerikanischen Währung. Mit anderen Worten: Der Markt ignorierte im Grunde sämtliche Nachrichten, die den Euro stützten, und reagierte auf alle Ereignisse, die den Dollar unterstützten. Aus diesem Grund haben wir in der vergangenen Woche bereits über die unlogische Dollar-Stärke gesprochen. Das Dollar-Wachstum hätte inzwischen eigentlich beendet sein müssen. Am Freitag gab es keine bedeutenden makroökonomischen Veröffentlichungen. Der Abwärtstrend auf dem Stundenchart setzt sich fort.

5M-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Zeitrahmen wurden am Freitag keine Handelssignale gebildet. Über Nacht konsolidierte sich der Kurs unterhalb der Zone 1,1455–1,1474, hatte sich bis zur Eröffnung der europäischen Handelssitzung jedoch bereits deutlich vom Punkt der Signalentstehung entfernt. Daher war es zu spät, um in den Markt einzusteigen. Das Paar kehrte anschließend in die Spanne 1,1455–1,1474 zurück und handelte den Rest des Tages innerhalb dieser Zone.

Wie man am Montag handelt:

Im Stunden-Chart hat sich der Abwärtstrend fortgesetzt. Seit der Unterzeichnung des Abkommens zwischen Iran und den USA hat der Markt einen Grund weniger, den US-Dollar zu kaufen. Allerdings kann dieses Abkommen jederzeit wieder scheitern, da sich Israel und Libanon weiterhin gegenseitig angreifen und der Markt die zugunsten des Euro sprechenden Faktoren ignoriert.

Am Montag können Einsteiger Short-Positionen mit einem Ziel bei 1,1413 eröffnen, falls sich der Kurs unterhalb der Zone 1,1455–1,1474 festigt. Long-Positionen können mit Zielen bei 1,1527–1,1531 eröffnet werden, wenn sich der Kurs oberhalb der Zone 1,1455–1,1474 konsolidiert.

Im 5-Minuten-Zeitrahmen sollten die folgenden Marken beachtet werden: 1,1292, 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837. Am Montag wird EZB-Präsidentin Christine Lagarde in der Europäischen Union eine Rede halten, und dies ist das einzige Ereignis des Tages. Wir gehen nicht davon aus, dass Lagarde eineinhalb Wochen nach der EZB-Sitzung etwas Bedeutendes verkünden wird.

Grundregeln des Handelssystems:

  1. Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die es zu seiner Ausbildung benötigt (Abpraller oder Ausbruch). Je weniger Zeit es braucht, desto stärker ist das Signal.
  2. Wenn an einem bestimmten Level auf der Grundlage von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle anschließenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
  3. In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine generieren. Technische Marken können dann vernachlässigt werden.
  4. Im Stunden-Chart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
  5. Wenn zwei Marken zu dicht beieinanderliegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
  6. Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.

Erklärung zu den Charts:

Kursmarken (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Ausgangspunkte für Signale.

Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, welche die aktuelle Trendrichtung anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung verdeutlichen.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (laut Wirtschaftskalender) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Deshalb sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorherrschenden Trend zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Markt sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein konsequentes Risiko- und Geldmanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.

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