Das Währungspaar GBP/USD zeigte sich am Freitag äußerst träge, und insgesamt endete die Woche schwach für die britische Währung. Erstens konsolidierte sich das Paar unterhalb der Zone 1,3201–1,3212, was auf weitere Rückgänge am Montag hindeutet. Zweitens bewegt sich das Paar in der Nähe seines lokalen Tiefs, was darauf schließen lässt, dass es derzeit nur sehr wenige Käufer am Markt gibt. Während der Euro in den letzten Wochen etwas Stabilität gewonnen hat, setzt das britische Pfund seine Talfahrt fort. Der Grund liegt auf der Hand – Geopolitik. Allerdings reagieren Euro und Pfund, wie die Praxis zeigt, etwas unterschiedlich darauf.
Aus technischer Sicht ergibt es wenig Sinn, neue Trendlinien oder -kanäle zu konstruieren. Trendlinien lassen sich zwar täglich einzeichnen, doch der Markt schenkt ihnen keinerlei Beachtung. Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen technischen Faktoren, die derzeit ignoriert werden. Ein Abwärtstrend ist zwar eindeutig erkennbar, doch wenn Trump seine Entscheidung über einen Schlag gegen den Iran um weitere zehn Tage hinauszögert, könnte das britische Pfund einen Schub an Optimismus erleben. Wenn es so aussieht, als ob der Krieg zu Ende geht, könnte der Dollar möglicherweise seine einzige Stütze verlieren. Somit bleibt die Lage instabil und hängt ausschließlich von der Geopolitik ab, die äußerst schwer vorherzusagen ist.
Im 5-Minuten-Chart bildete sich am Freitag ein einziges Handelssignal, wobei die Volatilität trotz eines starken makroökonomischen Umfelds minimal blieb. Während der amerikanischen Handelssitzung kam es zu einer Konsolidierung des Kurses unterhalb der Zone 1,3201–1,3212, doch bis zum Tagesende bewegte sich der Preis maximal um 10 Pips nach unten. Folglich ließ sich aus diesem Trade kaum ein Gewinn erzielen.

Die COT-Berichte für das britische Pfund zeigen, dass sich die Stimmung der Commercial-Trader in den letzten Jahren stetig verändert hat. Die roten und blauen Linien, welche die Netto-Positionen der Commercial- und Non-Commercial-Trader darstellen, kreuzen sich häufig und liegen oft in der Nähe der Nulllinie. Derzeit entfernen sich die Linien jedoch weiter voneinander, wobei Non-Commercial-Trader überwiegend ... Short-Positionen halten. Angesichts der Ereignisse im Nahen Osten überrascht es jedoch nicht mehr, dass die Nachfrage nach Risikowährungen sinkt, während die Nachfrage nach dem Dollar steigt.
Langfristig verliert der Dollar aufgrund der Politik von Donald Trump weiter an Wert, wie im Wochen-Chart (Abbildung oben) zu erkennen ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange andauern. Aktuell stehen jedoch geopolitische Faktoren im Vordergrund, die die US-Währung deutlich stützen. Laut dem jüngsten COT-Bericht (vom 31. März) hat die Gruppe der „Non-commercial“-Trader 4.800 BUY-Kontrakte eröffnet und 900 SELL-Kontrakte geschlossen. Folglich ist die Netto-Position der Non-Commercial-Trader im Wochenverlauf um 5.700 Kontrakte gestiegen.

Im Stundenchart hat das GBP/USD-Paar erneut begonnen, einen weiteren Abwärtstrend auszubilden, der jedoch bald auch wieder aufgehoben werden könnte. Der Markt verfolgt weiterhin aufmerksam die Ereignisse im Nahen Osten, die rund 90 % der Marktbewegungen bestimmen. Trotz des deutlichen Rückgangs des Paares im Februar–März betrachten wir diesen aus langfristiger Sicht (Wochenchart) nach wie vor als Korrektur. Der Tageschart signalisiert klar die Fortsetzung eines Aufwärtstrends. Die Geopolitik dominiert weiterhin den Devisenmarkt.
Für den 6. April heben wir die folgenden wichtigen Niveaus hervor: 1,3096–1,3115, 1,3201–1,3212, 1,3369–1,3377, 1,3465–1,3480, 1,3533–1,3548, 1,3615, 1,3671–1,3681, 1,3751–1,3763. Die Senkou-Span-B-Linie (1,3319) und die Kijun-sen-Linie (1,3251) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, den Stop-Loss auf Break-even zu setzen, sobald sich der Preis 20 Pips in die richtige Richtung bewegt. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.
Am Montag stehen im Vereinigten Königreich keine wichtigen Ereignisse auf dem Kalender, während in den USA der ISM Services Index, ein Schlüsselfrühindikator, veröffentlicht wird. Der Markt ignoriert jedoch weiterhin fast alle makroökonomischen Daten und wartet auf eine Lösung des Konflikts zwischen dem Iran und den USA. Daher kann das Paar jederzeit stark in beide Richtungen ausschlagen.
Heute können Händler in Short-Positionen mit einem Ziel bei 1,3096–1,3115 bleiben, da der Bereich 1,3201–1,3212 bereits durchbrochen wurde. Long-Positionen können mit Zielen an den Linien Kijun-sen und Senkou Span B wieder eröffnet werden, falls sich der Preis oberhalb des Bereichs 1,3201–1,3212 stabilisiert.
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