Für Dienstag sind nur sehr wenige makroökonomische Berichte geplant, und keiner davon ist von größerer Bedeutung. In Deutschland und der Eurozone werden die Konjunkturerwartungen des ZEW-Instituts veröffentlicht, während in den USA der wöchentliche ADP-Beschäftigungsbericht erscheint. Alle drei Veröffentlichungen haben für Trader nur geringen Wert. Die neue Woche begann mit einer Korrektur, sodass sich diese theoretisch heute fortsetzen könnte. Angesichts des starken, aber unvorhersehbaren Einflusses geopolitischer Faktoren wird unerfahrenen Tradern empfohlen, die technische Situation genau zu beobachten.

Es gibt am Dienstag kaum nennenswerte fundamentale Ereignisse. In jedem Fall bleibt die gesamte Aufmerksamkeit der Märkte eher auf den Nahen Osten und Donald Trump gerichtet als auf die Zentralbanken. Unserer Ansicht nach kann der Dollar derzeit nur durch die Geopolitik gestützt werden, und genau das geschieht momentan. Ohne eine neue, stärkere Eskalation des Krieges im Nahen Osten wird es dem Dollar schwerfallen, seinen Anstieg fortzusetzen; ohne eine Deeskalation des Konflikts gibt es jedoch auch keine Gründe für einen Rückgang. Und derzeit gibt es keinerlei Anzeichen für eine Deeskalation. In dieser Woche finden die Sitzungen der EZB und der Fed statt, daher wird es keine Reden ihrer Vertreter geben. Den Tradern bleibt nichts anderes übrig, als die geopolitische Lage und das technische Bild zu verfolgen.
Am zweiten Handelstag der Woche sind am Markt grundsätzlich alle Bewegungen möglich, da sich der Ereignisverlauf im Nahen Osten jederzeit in jede Richtung verschieben kann. Der Euro kann heute in den Spannen 1,1455–1,1474 und 1,1527–1,1531 gehandelt werden, während das Pfund Sterling in der Spanne 1,3319–1,3331 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für ein starkes, anhaltendes Wachstum der US‑Währung (unter Berücksichtigung aller Faktoren, nicht nur der Geopolitik), doch der Krieg im Nahen Osten kann den Dollar weiterhin stützen.
Unterstützungs‑ und Widerstandslevels sind Preiszonen, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf‑ oder Verkaufspositionen dienen. Take‑Profit‑Levels können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung vorgeben, in die derzeit vorzugsweise gehandelt werden sollte.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (sie sind stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um abrupte Kursumkehrungen entgegen der vorherigen Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Markt sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money‑Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
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