Am Freitag zeigte das Währungspaar EUR/USD weder Wachstum noch Rückgang. Die aktuelle Situation an den globalen Märkten nähert sich der Schwelle zur „Panik“. Es gibt nur sehr wenige nachvollziehbare Bewegungen, wenn überhaupt. Alles dreht sich um den Krieg im Iran und die Folgen, die die Märkte bereits in der ersten Woche der Auseinandersetzung erschüttert haben. In der vergangenen Nacht stieg der Ölpreis auf 120 US-Dollar pro Barrel, und gestern wurde bekannt, dass Donald Trump bereit ist, eine Bodenoffensive im Iran anzuordnen. Damit spielen der derzeitige Zustand des US-Arbeitsmarktes, die Arbeitslosenquote, die Inflation und die Entscheidungen, die die Fed in naher Zukunft treffen wird, für den Markt keine Rolle mehr. Am Freitag, angesichts völlig enttäuschender Non-Farm-Payrolls- und Arbeitslosenberichte, hatte der Dollar jede Chance, 100 Punkte zu verlieren. Stattdessen sahen wir in der Nacht zu Montag einen neuen Anstieg der US-Währung. Nun bleibt abzuwarten, bis amerikanische und israelische Truppen im Iran landen, und zu hoffen, dass sich der Konflikt nicht über Jahre hinzieht.

Im 5-Minuten-Chart wurden am Freitag drei Handelssignale gebildet: zwei Verkaufssignale und ein Kaufsignal. In allen Fällen bewegte sich der Kurs mindestens 15 Pips in die gewünschte Richtung, sodass kein Trade einen Verlust verursachte. Es erwies sich jedoch als sehr schwierig, einen Gewinn zu erzielen, da keines der Kursziele erreicht wurde.
Im Stundenchart hat sich der Abwärtstrend wieder durchgesetzt, allerdings nur „dank“ der neuen Eskalation im Nahen Osten. Anfang 2026 hat sich ein langfristiger Aufwärtstrend fortgesetzt, weshalb wir mit einem neuen mittelfristigen Anstieg des Euro rechnen. Das fundamentale Gesamtumfeld bleibt für den US-Dollar sehr schwierig, was durch die Daten zum Arbeitsmarkt, zum BIP und zur Arbeitslosigkeit bestätigt wird. Derzeit hat jedoch die Geopolitik Vorrang vor der Konjunktur.
Am Montag können Anfänger Short-Positionen in Erwägung ziehen, falls der Kurs vom Bereich 1,1527–1,1531 nach unten abprallt, mit einem Ziel bei 1,1455–1,1474. Eine Kursbestätigung oberhalb des Bereichs 1,1527–1,1531 eröffnet die Möglichkeit für Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,1584–1,1591.
Im 5-Minuten-Chart sind die folgenden Marken besonders wichtig: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 und 1,1899–1,1908. Am Montag wird in der Eurozone ein Bericht zur Industrieproduktion in Deutschland veröffentlicht, während der US-Kalender leer ist. Dennoch können die Kursbewegungen im Tagesverlauf stark und unvorhersehbar sein, da sich die Lage im Nahen Osten zuspitzt.
Unterstützungs- und Widerstandslevel sind Kursmarken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzuziehen ist zu handeln.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Konjunkturberichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden oder man verlässt den Markt, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines wirksamen Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
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