Analytical Reviews

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EUR/USD Analyse am 6. März 2026
12:40 2026-03-06 UTC--5

Die Wellenstruktur im 4‑Stunden‑Chart des EUR/USD‑Pairs hat eine nicht sehr wünschenswerte Form angenommen, wirft aber dennoch keine Fragen auf. Von einer Aufhebung des seit Januar letzten Jahres laufenden Aufwärtstrends ist weiterhin keine Rede; lediglich die interne Wellenstruktur wird gelegentlich angepasst. Meiner Ansicht nach hat das Pair die Ausbildung der globalen Welle 4 (unterer Chart) abgeschlossen. Trifft diese Annahme zu, befindet sich die Welle 5 derzeit im Aufbau, die sich deutlich ausdehnen und Ziele bis in den Bereich der 1,25‑Marke erreichen könnte.

Die interne Wellenstruktur der vermuteten Welle 5 ist nicht völlig eindeutig (oberer Chart). Die Aufwärtssequenz kann aufgrund recht ausgeprägter Korrekturwellen nicht als impulsiv gewertet werden. Daher wird sie aktuell als a‑b‑c‑d‑e interpretiert. Sollte sich Welle 5 jedoch zu einer verlängerten Welle entwickeln, wird auch ihre Binnenstruktur entsprechend komplex ausfallen. In diesem Fall wird sich die Wellenstruktur mehr als einmal umformen. Wie auch immer – ich rechne damit, dass das EUR/USD‑Pair seine Aufwärtsbewegung wieder aufnimmt, und die Korrekturstruktur a‑b‑c‑d‑e wirkt bereits recht abgeschlossen.

Das EUR/USD‑Pair ist am Freitag symbolisch um 30 Basispunkte gefallen. Entsprechend stand der US‑Dollar erneut in der Nachfrage. Und es ist äußerst wichtig, diesen Punkt zu betonen, denn nun geht es um den Nachrichtenhintergrund. Mitunter scheint es, als hingen sämtliche Marktbewegungen nicht von Ereignissen, Veröffentlichungen oder Nachrichten ab, sondern allein vom Willen oder Unwillen des Marktes, sich in eine bestimmte Richtung zu bewegen. Heute wurden den Käufern alle Trümpfe in die Hand gegeben. Es fällt schwer, sich eine günstigere Konstellation für Käufe der europäischen Währung vorzustellen. Der anfängliche Schock im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran hatte sich bis Mittwoch gelegt. Die Wellenstruktur impliziert die Ausbildung eines Aufwärtssatzes von Wellen und deutet auf den vollständigen Abschluss der Abwärtsbewegung hin. Der Nonfarm Payrolls‑Report fiel nicht nur schlechter aus als vom Markt erwartet – er wurde mit fast 100.000 Stellen sogar negativ. Die Arbeitslosenquote stieg anstatt bei 4,3 % zu verharren. Was hätten Käufer noch gebraucht, um zu kaufen?

Der Markt hält jedoch derzeit an einer klar „bärischen“ Stimmung fest, und dies ist vermutlich einer jener Fälle, in denen weder der Nachrichtenhintergrund noch die Wellenstruktur das Geschehen beeinflussen können. Meine Leser können das alles selbst sehen. Selbst wenn die aktuelle Wellenstruktur fehlerhaft ist oder die Abwärtssequenz komplexer und ausgedehnter wird, kann niemand bestreiten, dass der Nachrichtenhintergrund heute vollständig zugunsten der europäischen Währung ausgefallen ist. Der Markt entschied sich jedoch, in einer Art Halteposition zu bleiben, in der völlig unklar ist, ob sich die Abwärtsstruktur weiter verkompliziert oder ob schließlich doch die Ausbildung einer Aufwärtssequenz beginnt.

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Allgemeine Schlussfolgerungen.

Auf Basis der EUR/USD‑Analyse komme ich zu dem Schluss, dass das Pair weiterhin einen Aufwärtstrendabschnitt ausbildet. Die Politik von Donald Trump und die Geldpolitik der Federal Reserve bleiben wesentliche Faktoren hinter der langfristigen Schwäche der US‑Währung. Die Ziele des aktuellen Trendabschnitts können sich bis in den Bereich der 1,25‑Marke erstrecken. Derzeit gehe ich davon aus, dass sich das Pair weiterhin im Rahmen der globalen Welle 5 bewegt; folglich erwarte ich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 steigende Notierungen. Die Korrekturstruktur a‑b‑c‑d‑e kann jederzeit enden, da sie bereits überzeugend wirkt. Meines Erachtens ist es aktuell ratsam, nach Bereichen und Niveaus für neue Long‑Positionen mit Zielen um 1,2195 und 1,2367 zu suchen, die den 161,8‑%‑ bzw. 200,0‑%‑Fibonacci‑Niveaus entsprechen.

In kleinerem Maßstab ist der gesamte Aufwärtstrendabschnitt sichtbar. Die Wellenstruktur ist nicht ganz standardisiert, da die Korrekturwellen unterschiedlich groß sind. So ist beispielsweise die übergeordnete Welle 2 kleiner als die interne Welle 2 innerhalb der Welle 3. Auch das kommt vor. Ich erinnere daran, dass es am besten ist, auf den Charts klare Strukturen zu identifizieren, anstatt die Analyse zwingend an jede einzelne Welle anzuknüpfen. Derzeit lässt die Aufwärtsstruktur der Wellen keine Zweifel aufkommen.

Die grundlegenden Prinzipien meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und unterliegen häufigen Änderungen.
  2. Wenn keine Klarheit über das Marktgeschehen besteht, ist es besser, nicht einzusteigen.
  3. Es gibt nie und kann nie hundertprozentige Gewissheit über die Bewegungsrichtung geben. Vergessen Sie nicht den Einsatz von schützenden Stop‑Loss‑Orders.
  4. Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.

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