Der US‑Dollar steht unter Druck, während Risikoanlagen, darunter der Euro und das Pfund, eine starke Erholung verzeichnen.
Die gestrigen Aussagen von Vertretern der US‑Notenbank, wonach die Zinsen unverändert bleiben sollten, konnten dem US‑Dollar keine ausreichende Unterstützung bieten, und die heutige Rede von Trump hat ihn zusätzlich belastet. Das Ausbleiben jeglicher Signale für eine baldige Zinssenkung hat die Sorgen der Händler über ein nachlassendes Wachstum der US‑Wirtschaft noch verstärkt, was sich wiederum negativ auf die amerikanische Währung auswirkt. Die Rhetorik der Fed ist deutlich „dovish“ geworden, und jede neue Stellungnahme von Zentralbankvertretern bestätigt diesen Trend. Anleger fürchten zudem, dass Trumps neue Handelspolitik die US‑Wirtschaft in eine noch tiefere Sackgasse führen könnte, wodurch sie zögern, Long‑Positionen im Dollar zu eröffnen.
Die erste Tageshälfte verspricht reich an wirtschaftlichen Ereignissen zu werden, die die Finanzmärkte spürbar beeinflussen können. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht vor allem die Veröffentlichung der Daten zur Veränderung des deutschen BIP. Dieser Indikator ist ein Schlüsselmaßstab für die größte Volkswirtschaft der Eurozone und wird von allen Marktteilnehmern genau verfolgt. Analysten erwarten eine Entwicklung, die eine Einschätzung der aktuellen Ausrichtung der deutschen Wirtschaft erlaubt. Schwache Daten wären ein ernsthafter Grund zur Sorge.
Parallel zu den BIP‑Daten aus Deutschland werden wichtige Verbraucherpreisdaten für die Eurozone veröffentlicht. Die Publikation des Verbraucherpreisindex und, besonders wichtig, des Kern‑Verbraucherpreisindex wird ein klareres Bild der Inflationsprozesse im gesamten Währungsraum vermitteln. Der Kernindex, der volatile Komponenten wie Energie‑ und Nahrungsmittelpreise ausschließt, gilt als verlässlichere Kennzahl für den anhaltenden Inflationsdruck. Diese Daten sind für die Europäische Zentralbank von großer Bedeutung, wenn sie über die Geldpolitik entscheidet, einschließlich der Zinsentscheidungen. Da sich die Inflation derzeit jedoch in etwa auf Zielniveau befindet, ist es unwahrscheinlich, dass die Veröffentlichung dieser Daten einen starken Einfluss auf den Euro haben wird.
Was das Pfund betrifft, so stehen heute keine wichtigen Konjunkturdaten aus dem Vereinigten Königreich an. Gestern fand das britische Pfund nach Trumps Rede wieder Halt für einen Aufwärtstrend gegenüber dem Dollar, und es ist gut möglich, dass sich dieser Trend heute fortsetzt. Das Fehlen neuer Wirtschaftsdaten aus Großbritannien bedeutet, dass die aktuelle Bewegung des Pfunds weitgehend von externen Faktoren bestimmt wird, etwa von der Dollar‑Entwicklung und der allgemeinen Stimmung an den globalen Märkten.
Entsprechen die Daten den Erwartungen der Ökonomen, ist es besser, nach der Mean‑Reversion‑Strategie zu handeln. Weichen die Zahlen deutlich von den Prognosen ab, ist die Momentum‑Strategie der beste Ansatz.
Für das Währungspaar EUR/USD:
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