Am Dienstag zeigte das Währungspaar EUR/USD keine nennenswerten Bewegungen, und die gesamte Tagesvolatilität betrug lediglich 30 Pips. Entsprechend gibt es nicht viel zu analysieren. Weder in der Eurozone noch in den USA wurden im Verlauf des Tages wichtige Ereignisse oder bedeutende Konjunkturdaten veröffentlicht, und der Markt hat die neuen von Donald Trump verhängten Handelszölle rasch verarbeitet. Im Kern hat sich seit letztem Freitag an der globalen Handelsarchitektur nicht viel verändert. Die Zölle gelten weiterhin praktisch für alle Länder, mit dem einzigen Unterschied, dass nun für alle ein einheitlicher Zollsatz von 15 % gilt. Daher haben einige von der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA profitiert, während andere verloren haben. Die Entscheidung an sich hat jedoch nichts verändert. Unserer Ansicht nach gab es selbst in den vergangenen zwei Wochen nur wenige Gründe für eine Aufwertung des Dollars – und jetzt sind es noch weniger. Der Markt scheint vor allem von der möglichen Zuspitzung des geopolitischen Konflikts im Nahen Osten getrieben zu sein, was die US‑Währung gestützt hat. Auf diesen Faktor können sich die Händler jedoch nicht dauerhaft verlassen.

Im 5-Minuten-Chart wurden am Dienstag keine Handelssignale gebildet. Daher hatten Einsteiger den ganzen Tag über keinen Anlass, Positionen zu eröffnen. Im Stundenchart ist das Paar zum zweiten Mal aus dem abwärtsgerichteten Kanal ausgebrochen, sodass weiterhin Hoffnung auf einen Trendwechsel nach oben besteht.
Im Stundenchart ist die Abwärtskorrektur hinfällig, da sich der Preis oberhalb des absteigenden Kanals etabliert hat, doch das Paar zeigt dennoch kein Wachstum. Anfang 2026 hat sich der langfristige Aufwärtstrend fortgesetzt, weshalb wir mit einem erneuten Anstieg des Euro rechnen. Der fundamentale Gesamthintergrund bleibt für die US-Währung sehr schwierig, weshalb wir eine weitere Aufwärtsbewegung vollständig unterstützen.
Am Mittwoch können Einsteiger Short-Positionen in Betracht ziehen, falls es im Bereich von 1,1830–1,1837 zu einem Abprall kommt, mit Kursziel 1,1745–1,1754. Ein Kursanstieg und anschließende Konsolidierung oberhalb des Bereichs 1,1830–1,1837 eröffnet die Möglichkeit für Long-Positionen mit Ziel 1,1899–1,1908.
Im 5-Minuten-Chart sind folgende Marken zu beachten: 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1550, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908, 1,1970–1,1988, 1,2044–1,2056, 1,2092–1,2104. Am Mittwoch werden im Euroraum mehrere weniger bedeutende Veröffentlichungen erscheinen, darunter die dritte Schätzung des deutschen BIP für das vierte Quartal, die zweite Schätzung der Inflation im Januar sowie der Verbrauchervertrauensindex in Deutschland. Alle drei Berichte haben nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, starke Marktbewegungen auszulösen.
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